Yamanba

Rebellische Frauen Japans

Wie die Yamanba, die furchterregende alte Hexe aus japanischen Bergmärchen, wurden japanische Frauen über Jahrhunderte hinweg dämonisiert und zum Schweigen gebracht. Doch sie haben Mut, Widerstandskraft und Entschlossenheit bewiesen – und ihre Stimme zurückgewonnen.


Rossella Marangoni, eine renommierte Japanologin, spricht mit Elisabeth Sassi über ihr neuestes Buch, in dem sie Geschichten rebellischer Frauen erzählt – real oder fiktiv –, die weit entfernt sind vom noch immer weitverbreiteten Geisha-Klischee.

Datum: Samstag, 20. September 2025
Uhrzeit: 15:15 Uhr
Ort: Auditorium
Kosten: Kostenlos

Im Anschluss steht Rossella Marangoni für eine Signierstunde zur Verfügung.

Rossella Marangoni ist Japanologin, Kulturvermittlerin und unabhängige Autorin. Sie hat Japanische Sprache und Literatur studiert und ihre Ausbildung am Is.M.E.O. (heute Is.I.A.O.) vertieft. Mehrere Studienreisen führten sie nach Japan.

Sie hält Vorträge, Workshops und Seminare zur japanischen Kultur an Institutionen in Italien und der Schweiz. Sie ist Mitglied der AISTUGIA (Italienische Gesellschaft für Japanstudien) und Gründerin der Online-Zeitschrift AsiaTeatro, die sich den asiatischen Theaterkünsten widmet.

Sie kuratierte Festivals und Kulturprojekte über Japan, darunter Giappone sui Navigli und Japan SunDays, und arbeitet mit Kulturzentren und Bibliotheken als Dozentin und Beraterin zusammen.

Zu ihren Publikationen zählen Onibaba. Das monströse Weibliche in der japanischen Imagination (Mimesis, 2013), Shintōismus (Editrice Bibliografica, 2018) und Yamanba. Rebellische Frauen Japans (Mimesis, 2025). Ihre Schwerpunkte sind das traditionelle Theater, religiöse Ästhetik und die weibliche Figur in der japanischen Kultur.

Elisabeth Sassi ist Kulturredakteurin, Dramatikerin und freie Autorin. Sie nahm an Festivals wie BABEL, Territori und FIT teil sowie an Schreibprojekten mit Pro Helvetia, Emilia Romagna Teatro und Servomuto Teatro.
Ausgebildet bei Luminanza – Reaktor für zeitgenössische Dramatik, vertiefte sie ihre Arbeit u. a. durch Begegnungen mit Angela Demattè, Chiara Lagani und Davide Carnevali. 2025 besuchte sie den Theaterkritik-Workshop der Biennale Teatro, geleitet von Roberta Ferraresi und Massimo Milella.
Ihr erstes Stück Fortuna wurde als szenische Lesung im Teatro Foce (Lugano) präsentiert und später als Hörspiel für RSI produziert. 2023 entwickelte sie füri Babel Isole den Podcast Argonaute, eine fünfteilige Serie mit Unterstützung von FSRC/SRKS, REC und Radio Gwen. Aktuell arbeitet sie an È già la fine del mondo mit der Tänzerin und Performerin Cecilia Francesca Croce sowie an weiteren experimentellen Live-Schreibprojekten im von ihr mitgegründeten Kollektiv H5N1.

Um Zugang zum Bereich zu erhalten, müssen Sie das Armband tragen, das am Festival-Eingang ausgegeben wird. Um den Eintritt zu erleichtern, empfehlen wir, Ihr Festivalticket online zu kaufen. Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität bitten wir, uns im Voraus per E-Mail an info@japanmatsuri.org zu kontaktieren, damit wir einen stressfreien Zugang arrangieren können.