Mayu Shirai

Eleganz und Spiritualität in der Bewegung: Traditionelles Jiutamai

Nachdem Mayu Shirai das Publikum des Japan Matsuri bereits im vergangenen Jahr begeistert hat, kehrt sie 2026 zum Japan Matsuri zurück und nimmt uns erneut mit in die Welt des Jiutamai, einer raffinierten Form des traditionellen japanischen Tanzes, die sich durch reduzierte, elegante und ausdrucksstarke Bewegungen auszeichnet.

Mayu Shirai
@ Xavier Stragiotti Swiss Izumi © 2025 Bern Japan festival 2025

Mayu stammt aus Osaka und studiert an der Dimitri-Akademie. Ihr künstlerischer Werdegang verbindet ihre Ausbildung im zeitgenössischen Tanz, unter anderem in New York, mit der intensiven Praxis des Jiutamai. Sie ist Schülerin von Yuho Furusawa, der die Furusawa-Schule in zweiter Generation leitet und durch den sie diese langjährige Tradition weiterführt.

Das Jiutamai ist eng mit der Tradition der Furusawa-Schule und ihren Ursprüngen in der Präfektur Hyōgo verbunden und zeichnet sich durch seinen intimen und kontemplativen Charakter aus. Traditionell wird es in sogenannten Zashiki, mit Tatami ausgelegten Räumen, aufgeführt und schafft dadurch eine besondere Nähe zwischen Tänzerin und Publikum. Im Mittelpunkt der Darbietung steht das Ki, die Lebensenergie, die durch subtile und natürliche Bewegungen eine tiefe Verbindung zwischen Tänzerin und Publikum entstehen lässt.

Mit ihrer besonderen Sensibilität interpretiert Mayu Shirai Jiutamai als eine Sprache aus Stille, Erinnerung und Poesie, die durch jede einzelne Bewegung Emotionen vermittelt.

Am Samstag, 19. September, um 14:15 Uhr auf der Hauptbühne präsentiert Mayu eine Jiutamai-Performance – einen Moment der Besinnung und Schönheit, der dazu einlädt, in die Eleganz des traditionellen japanischen Tanzes einzutauchen.

Um 16:00 Uhr leitet sie anschließend den Workshop „Japanischer Tanz und japanische Kultur“, der allen offensteht und keinerlei Vorkenntnisse voraussetzt. Anhand einfacher Bewegungen, Gesten, Körperhaltungen und einer kurzen Choreografie können die Teilnehmenden erste Einblicke in den japanischen Tanz gewinnen und die kulturelle Bedeutung hinter seinen Bewegungen entdecken. Darüber hinaus geht es um die Beziehung zur Natur, die Anmut alltäglicher Gesten, Rhythmus und Ma – das japanische Verständnis von Raum, Pause und Zwischenraum –, Elemente, die tief in der japanischen Kultur und Ästhetik verwurzelt sind.

Eine besondere Gelegenheit, den japanischen Tanz aus zwei Perspektiven kennenzulernen: zunächst durch die Poesie und Eleganz einer Live-Performance und direkt im Anschluss durch eine praktische Erfahrung für Kinder und Erwachsene.

Tanzaufführung
Datum: Samstag, 19. September 
Uhrzeit: 14:15
Ort: Hauptbühne, Pavillon C

Workshop